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Baugrundgutachten

Für unseren Bauantrag benötigen wir auch ein Bodengutachten – oder genauer ein Baugrundgutachten für unser Grundstück. Die Ergebnisse des Gutachtens legen fest, wie genau die Gründung vom Haus erfolgt und ob zusätzliche Arbeiten zum Schutz vor Feuchte oder zur Erhöhung der Tragfestigkeit des Bodens notwendig sind.

Bei dem Thema ging es ein bisschen hin und her. Unser Verkaufsberater von Elbe-Haus meinte eigentlich, dass wir für den Bauantrag noch kein Baugrundgutachten benötigen und dieses daher erst später beauftragen können, sobald die Baugenehmigung da ist. Sollten wir wider erwarten keine Baugenehmigung erhalten, hätten wir uns so das Geld für das Gutachten gespart. Die Architektin, die von Elbe-Haus mit der Erstellung der Bauantragsunterlagen beauftragt wurde, sagte uns jedoch, dass sie im Bauantrag auch Angaben zur geplanten Gründung machen muss. Diese kann sie nur machen, wenn das Gutachten vorliegt.

Beauftragung vom Geologen

Da wir selbst bisher keinen Ansprechpartner kannten, der so ein Baugrundgutachten erstellen kann, haben wir unseren Elbe-Haus Ansprechpartner nach einer Empfehlung gefragt. Nach einem kurzen Telefonat mit dem vermittelten Kontakt erhielten wir per Mail ein Angebot für das nötige Gutachten und die Zusage, dieses bei Beauftragung innerhalb von zwei Wochen zu erstellen.

Wir recherchierten noch etwas zur Einordnung des Angebotspreis, welches aber wohl im Rahmen liegt und fair ist. Außerdem hat dieser Geologe schon zahlreiche Gutachten für Elbe-Haus erstellt, somit sollte es keine Probleme oder Überraschungen bei der Zusammenarbeit geben. Am 22. Januar beauftragten wir dann den Geologen. Hierbei gaben wir ihm auch einen groben Plan mit, wo sich das Haus auf dem Grundstück zukünftig befinden wird und wo aktuell Wasser- und Stromleitungen verlaufen. Diese Angaben sind wichtig um zu entscheiden, an welchen Stellen Bohrungen zur Probenentnahme vorgenommen werden. Üblicherweise sind das zwei Bohrungen / Proben an gegenüberliegenden Hauspunkten.

Das Gutachten

Exakt zwei Wochen nach Beauftragung hatten wir dann wie versprochen das Gutachten im Mailpostfach. Auf 10 Seiten wird darin dargelegt, was untersucht wurde, wo und wie Proben entnommen wurden und welche Bodengegebenheiten festgestellt worden sind. Außerdem gibt es Hinweise zur Gründung, Bauwerksabdichtung und Versickerung von Regenwasser.

Das Ergebnis einer Probebohrung im Baugrundgutachten

In weiten Teilen verstehen wir als Laien nicht wirklich, was dort beschrieben ist und ob die bestehenden Verhältnisse unter dem Strich nun gut, schlecht oder irgendetwas dazwischen sind. Anhaltspunkte geben lediglich die Bodenkennwerte die festgestellt wurden. Diese können wir mit den Angaben vergleichen, die Elbe-Haus im Werkvertrag zur Bodenbeschaffenheit voraussetzt und auf dessen Basis die Bodenarbeiten im Vertrag kalkuliert wurden.

Hier stimmt die Bodenklasse und Frostempfindlichkeit auf unserem Grundstück mit dem überein, was Elbe-Haus fordert. Lediglich der „Sohlwiderstand“ ist etwas geringer, als Elbe-Haus im Vertrag vorgibt. Dabei handelt es sich nach unseren Recherchen um die Last, die der Boden tragen kann, ohne nachzugeben. Nachdem wir uns etwas zu Normwerten belesen haben, scheint der von Elbe-Haus im Vertrag geforderte Sohlwiderstand aber sehr hoch und der auf unserem Grundstück gemessene Wert eigentlich unproblematisch. Hoffen wir es mal.

Das Baugrundgutachten haben wir dann auch am gleichen Tag an die Architektin weitergegeben, die uns am nächsten Tag folgendes Fazit mitteilte:

„Wir können standardmäßig gründen, alles in Ordnung.“

Das klingt ja erstmal gut, diese Hürde scheint also genommen. Wir haben viele Berichte gehört, dass es hier schnell richtig teuer werden kann, wenn es aufgrund schlechter Bodenbedingungen auf einmal um Themen wie Bodenaustausch geht.

Nun geht es weiter mit dem Feinschliff vom Grundriss, damit der Bauantrag gestellt werden kann. Wir hoffen, dass wir das noch in diesem Monat schaffen.

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