Trotzdem wir noch nicht unseren finalen Grundriss haben, sind wir weiterhin auf der Suche nach dem richtigen Hausbauanbieter für unser Vorhaben. Da wir „klassisch“ Stein-auf-Stein bauen möchten, fallen schonmal einige Anbieter heraus. Bei den übrig bleibenden Anbietern recherchieren wir online recht intensiv und entscheiden uns dann, ob wir tiefer in die Gespräche einsteigen möchten.
Um Anbieter vergleichen zu können ist neben dem Angebot vor allem die Bauleistungsbeschreibung entscheidend. Hier wird letztendlich beschrieben, welche Leistungen wie und in welcher Güte ausgeführt werden. Nur selten erhält man die Bauleistungsbeschreibung ohne ein persönliches Beratungsgespräch.
Einen unserer Meinung nach überzeugenden Online-Auftritt und recht gute Bewertungen hat auch Roth Massivhaus. Das Unternehmen ist etwas lokaler und baut nur in Berlin und Brandenburg. Nach unserer Recherche riefen wir also einfach mal bei der auf der Webseite hinterlegten Kontaktnummer an. Sofort wurden wir mit einem freundlichen Berater verbunden. Nachdem wir unsere Situation darlegten wurden wir – wie erwartet – zu einem Gespräch vor Ort in der Unternehmenszentrale eingeladen.
Beratungsgespräch vor Ort
An einem Freitag Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg. Wie schon bei Elbe-Haus hatten wir auch Roth Massivhaus vorher unseren aktuellen Grundriss, von dem alle Überlegungen und Vergleiche ausgehen, übermittelt. Die Firmenzentrale versteckt sich in einem eher heruntergekommenen Plattenbau. Nachdem der erste Eindruck verdaut war, wurden wir von unserem Berater im Büro in Empfang genommen.
Wie wir inzwischen von Viebrockhaus und Elbe-Haus gewohnt waren, erwarteten wir nun eine längere Unternehmensvorstellung mit Erklärungen zur Bauweise von Roth, die natürlich immer besser als die der Mittbewerber ist. Doch dieser Teil blieb komplett aus. Vielleicht waren wir im Telefonat zu deutlich, dass wir nur nach Vergleichsangeboten schauen, denn im Termin wurden sofort Nägel mit Köpfen gemacht.
Unser Berater hatte unseren Grundriss in A3-Format ausgedruckt und begann sofort die gewünschten Ausstattungsdetails durchzusprechen und für seine Kalkulation zu notieren. Hier gaben wir alles an, was uns wichtig ist und auch in den bisherigen Angeboten von Vierbockhaus und Elbe-Haus enthalten ist, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen.
Nebenbei ging es dann doch noch etwas um die Bauweise. Auch hier kommt Porenbeton zum Einsatz, allerdings noch mit einer zusätzlichen Dämmschicht. Das ermöglicht, dass die gebauten Häuser nicht nur den KfW 40 Standard erreichen, sondern auch eine QNG-Zertifizierung enthalten ist. Damit können bessere Konditionen bei einer Finanzierung über die KfW erreicht werden.
Zum Schluss zeigte uns der Berater noch die Preiskalkulation für ein vergleichbares Haus mit ähnlichem Grundriss, damit wir bereits einen ersten Anhaltspunkt haben.
Der Termin war nach nur einer Stunde schon wieder beendet, in der kommenden Woche sollen wir wiederkommen, dann gibt es ein exaktes Angebot und wir könnten noch eine Führung durch die Bemusterungsausstellung machen.
Einfach mal ein Haus kaufen
Insgesamt waren wir von dem Termin etwas überrascht. Wir finden zwar gut, dass unser Berater sehr pragmatisch agiert, allerdings sind bei so einem großen Thema auch ein paar Informationen am Rande sicher nicht schlecht. Das fehlte uns tatsächlich ein Wenig. Am Ende ist uns aber klar: Wie bei allen Anbietern reden wir hier mit einem Verkäufer. Nach der Vertragsunterschrift wird er – wenn überhaupt – nur noch eine sehr kleine Rolle spielen und vermutlich keinen Einfluss auf die Bauausführung und das Ergebnis haben. Von daher versuchen wir uns nicht von subjektiven Eindrücken beeinflussen zu lassen, was natürlich einfacher gesagt als getan ist.
Wir sind gespannt auf das Angebot und die Bauleistungsbeschreibung, die uns in der nächsten Woche gezeigt werden soll.

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