Neben unserer Suche nach dem passenden Hausbauanbieter waren wir auch immer noch auf der Suche nach dem perfekten Hausentwurf und Grundriss für uns. Gefühlt wurden wir umso mehr wir sahen, recherchierten und uns beraten ließen nur immer unschlüssiger, was es denn nun eigentlich werden soll. Selbst unsere ursprünglichen Ideen und Anforderungen warfen wir dabei immer wieder über den Haufen.
Da unser Grundstück ja auch ein paar Besonderheiten aufweist, ist es vielleicht nicht so einfach den perfekten Grundriss für uns zu finden. Vielleicht muss da ein Profi ran. So kamen wir zu der Idee, neben den Hausbauunternehmen auch den Bau, oder zumindest den Entwurf, mit einem Architekten in Betracht zu ziehen.
Nach ein wenig Recherche riefen wir dann einfach bei dem Architekturbüro an, dass in der Nähe zu unserem Grundstück liegt und online den besten Eindruck machte. Im Telefonat wurde uns sofort ein kostenfreier und unverbindlicher Kennenlerntermin vorgeschlagen. Da die Chemie stimmte, sagten wir zu. Vorab sollten wir bereits ein paar Informationen zum Grundstück und zu Häusern übersenden, die uns gefallen. Natürlich verlinkten wir auch hier wieder den Entwurf des Maxime 610 von Viebrockhaus.
Das Kennenlerngespräch
An einem Vormittag machten wir uns also auf zur Architektin. Wir wurden freundlich empfangen, und konnten auch direkt das ganze Team kennenlernen. Neben der Architektin, die sich auch um die Bauüberwachung kümmert, gibt es eine Kollegin für die Gestaltung der Grundrisse, einen Kollegen für die Erstellung der Ausführungsplanungen und eine Bürokraft. Alle machten einen netten und professionellen Eindruck.
Die Architektin nahm sich dann über drei Stunden Zeit für uns. Neben vielen Fragen zu unseren Wünschen und Anforderungen hatte sie sich zur Vorbereitung auch schon den Grundriss von unserem „Lieblingshaus“ angeschaut und machte nun Vorschläge wie dieser weiter angepasst werden könnte. Das schien alles gut durchdacht und sinnvoll. Nebenbei erwähnte sie auch, dass ihr der Grundriss von Viebrockhaus schon „gut gefalle“. Wenn das nichts heißen soll… 😉
Anschließend ging es um das eigentliche Vorgehen beim Bau mit einem Architekten. Falls wir mit ihr zusammenarbeiten möchten, würde sie uns ein Festpreisangebot für die Leistungsphasen 1 bis 4 (also von der Entwurfserstellung bis zur Fertigstellung der Bauantragsunterlagen) unterbreiten. Anschließend könnten wir uns überlegen, ob wir auch die Realisierung dann mit ihr angehen möchten. Hier würde sie alle Leistungsphasen anbieten, also auch die Bauüberwachung übernehmen. Die Bauzeit liegt durchschnittlich bei einem Jahr (mit Winterpause).
Sie erzählte uns von den Bauunternehmen, mit denen sie über lange Zeit zusammenarbeitet und die standardmäßige Ausstattung, die sie in einem Einfamilienhaus einplanen. Zudem gab sie uns einen Richtwert für die Baukosten pro m² Grundfläche und die Baunebenkosten mit.
Unser Fazit
Nach dem Termin mussten wir die vielen Informationen erstmal sacken lassen. Wir hatten aber grundsätzlich ein sehr gutes Gefühl bei der Architektin und auch dem Büro. Als wir den Termin verarbeitet hatten, stellten wir noch ein paar Fragen via Mail, die uns auch zügig beantwortet wurden. Hier wollten wir uns auch noch mal explizit die Kosten aufschlüsseln lassen.
Was uns Sorgen machte, war der besprochene durchschnittliche Baupreis pro m² Grundfläche. Nach unserem Budgetrahmen wäre ein Bau in Größe des Maxime 610 bei weitem nicht möglich gewesen. Sicher würde die Architektin wahrscheinlich eine besser Raumaufteilung finden und ein paar Kniffe haben, damit wir mit unserem Budget zu einem tollen Haus kommen (was sie uns auch per Mail noch mal versicherte). Trotzdem war uns die Ungewissheit zu groß, welches Ergebnis uns am Ende der Entwurfsplanung erwartet, die natürlich mit einem beträchtlichen Investment verbunden ist.
Wir sind uns beide einig, dass wir wenn wir schon Bauen, dann auch etwas für uns richtig tolles bauen wollen. Wenn das nicht möglich ist, weil unser Budget zu klein ist, bauen wir lieber gar nicht oder warten noch, bevor wir etwas bauen, das uns am Ende nicht vollends überzeugt.
Dieser Ansatz unterscheidet sich natürlich grundsätzlich von der Idee zu bauen, was man sich leisten kann und ist daher für einen Bau mit Architekten, bei dem natürlich vorher nicht ganz klar ist, was man da am Ende baut, nicht sehr gut geeignet. Der Vorteil bei einem Hausbauanbieter vorher zu wissen, was man für sein Geld bekommt (und was nicht) passt da besser zu unserem Konzept.
Nun hätten wir uns noch entscheiden können, von vornherein nur den Hausentwurf und Grundriss bei der Architektin erstellen zu lassen und für die Bauausführung an Generalunternehmer heranzutreten, doch hierzu waren uns die Kosten der Entwurfsplanung einfach zu hoch. Aus diesen Gründen entschieden wir uns letztendlich gegen eine Planung oder einen Bau mit Architekten.
Wir werden also doch selbst den richtigen Grundriss für uns finden müssen…
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